Mai: Spargel

Spargel, DAS königliche Gemüse schlecht hin! Er gehört für mich zum Frühling wie Sonne zum Sommer! Deshalb nenne ich ihn auch gerne „Frühlingsluft in Stangen“.
Leider gibt es ihn, aus der Region, nur auf ein paar Wochen begrenzt. Aber irgendwie ist es doch auch ein Stück Genuss, wenn man in unserer heutigen Konsumgesellschaft, eine gewisse Zeit auf den einen oder anderen Artikel verzichten muss, dann freut man sich um so mehr, wenn die Saison angeht!

Ich fiebere jedes Jahr dem Tag entgegen, an dem ich ihn das erste Mal auf unserem Wochenmarkt entdecke!
Erstmals entdeckt, haben ihn angeblich die Ägypter, da Grabfresken mit Abbildungen von gebündeltem Spargel gefunden wurden. Jedoch konnten die Zeichnungen nie eindeutig als Spargel identifiziert werden. Da er dort nicht heimisch ist, waren es wohl eher die Römer die ihn erstmals kultivierten. Auch den Griechen war er schon v. Chr. bekannt. Allerdings schätzten sie ihn wohl mehr aus medizinischen Gründen, daher auch eine der ersten Erwähnungen von Hippokrates. Mitte des 16. Jahrhunderts, fand er dann schließlich auch zu uns den Weg und wurde erstmals im „Stuttgarter Lustgarten“ angepflanzt.
Spargel gehörte anfangs zur Familie der Liliengewächse, nach neuesten wissenschaftlichen Kriterien hat er nun eine eigene Familie, die der Spargelgewächse. Neben einigen Zierpflanzen, ist der wohl wichtigste, der Gemüsespargel. Spargel ist sehr gut an trockene Standorte angepasst, deswegen ist der obere Teil der Pflanze ziemlich unspektakulär. Die Laubblätter sind stark zurück gebildet, wodurch der Wasserverlust stark reduziert wird. Deswegen nennt man sie eigentlich Nadeln.

Die Delikatesse, die wir dann auf unserem Teller vergöttern, ist eigentlich der Spross der Pflanze. Die meisten unterscheiden in Farben, grün-violett-weiß. Obwohl das sehr viel mehr mit dem Zeitpunkt der Ernte als mit Sorte zu tun hat. Spargel ist sehr Witterungsabhängig. So beginnt die Ernte bei günstigen Bedingungen, wie Wetter oder Bodentemperatur, idealer Weise in der zweiten Aprilhälfte und geht meist bis Mai. Wer ihn ernten will muss früh aufstehen, in den frühen Morgenstunden ist die beste Zeit, da die Verdunstungswerte am geringsten sind. Nach wie vor kann Spargel nur per Hand geerntet werden. Bei der weißen Sorte, auch Bleichspargel genannt, ist das besonders aufwendig, da dieser zusätzlich auf „Dämmen“ wächst. Der Spargelspross muss ausgebuddelt und abgeschnitten werden bevor er Sonnenlicht sieht, was auch der Unterschied zum Grünen ist. Dieser wird oberhalb der Erde geerntet und wurde durch Licht mittels Photosynthese farbig.
Beim Einkauf sollte man darauf achten, dass das Sprossengemüse feste und geschlossene Köpfe, sowie pralle und gerade Stangen besitzt. Sie können die Qualität auch gut testen, indem Sie die Stangen aneinanderreiben: Wenn sie beim Reiben quietschen, ist der Spargel frisch. Es lohnt sich außerdem, einen Blick auf die Schnittstellen zu werfen, denn diese sollten weder vertrocknet noch verfärbt sein.
So viel Text bei einem Liebling des Monats wird’s selten geben.

Spargel ist und bleibt eben mein absoluter Liebling!
Er ist nicht nur lecker, er passt auch wunderbar in diese Jahreszeit. Er hilft dem Körper im Frühling zu entgiften und die restlichen Winterpölsterchen zu verlieren. Wie immer findet ihr unter Rezepte eine Interpretation von meinem guten Freund Tobi und in Kürze auch von mir selbst! Bei meinem absoluten Liebling hab ich es mir nicht nehmen lassen mal selbst zu kochen.
Freut Euch drauf!

LOVEANDLIGHT
Eure Dani