Pilze finden

Wie bei Allem im Leben, kommt es doch in erster Linie auf die Einstellung an!
Deswegen werde ich auch immer „Pilze finden“, und nicht suchen gehen. Denn Pilze suchen setzt schließlich noch lange nicht voraus, dass man auch welche findet. Dann noch eher „sammeln“ als „suchen“! *zwinker Wie auch immer, ich liebe Pilze!

IMG_5942_Fotor titel Pilze findenSeit ich denken kann, liebe ich den Wald! Schon als kleines Kind bin ich dort gerne mit meiner Familie spazieren gegangen. Mein Vater hatte oft die ganze Manteltasche voller Gummibärchen. Klebte diese heimlich an Blätter und Bäume. Meine Geschwister & ich freuten uns jedes Mal wenn wir eines fanden. Das machte den Waldspaziergang noch schöner. Mit meinem Vater gehe ich auch heute noch gerne zusammen. Längst nicht mehr wegen der bunten Bärchen, oder weil er das grüne Abitur hat. Eher wegen meines schlechten Orientierungssinns. *lach

IMG_3413_FotorWenn mein Vater an meiner Seite ist, muss ich mir keine Gedanken machen, dass ich mich verlaufe. Ist ja nicht so, als wäre das noch nie vorgekommen. Aber ich bin besser geworden! Mittlerweile habe ich gelernt mich an markanten Dingen, wie einem Jägersteig o.ä. zu orientieren. Dann kann man die Ruhe im Wald, das rauschen vom Wind in den Bäumen, und das leise Vogelgezwitscher erst richtig genießen.

IMG_5559_FotorIn dieser speziellen Jahreszeit liebe ich es noch ein Stückchen mehr. Denn dann gehe ich nicht nur in den Wald, sondern in die Pilze. Diese mystischen Wesen brauchen ihr ganz eigenes Klima. Es sollte warm sein, sowohl die Tage als auch die Nächte. Kälte ist für ihr Wachstum ebenso wenig förderlich wie Trockenheit. Der Waldboden sollte gut durchfeuchtet sein. Jeder Pilzsammler kennt seine Orte, wo er immer wieder fündig wird. Wo genau diese Orte sind, bleibt meist ein gut gehütetes Geheimnis. Ich bevorzuge Buchen- und Mischwälder, die gut bemoost sind. Stimmt alles überein, sprießen sie wortwörtlich wie Pilze aus dem Boden.

IMG_5917_FotorEs kann los gehen!
Ein kleiner Tip, was die Ausstattung betrifft. Nehmt immer einen Korb mit. Dadurch liegen die gesammelten Schätze luftig, und bekommen keine Druckstellen. Auch ein Messer ist von Vorteil. Außerdem gehe ich ausschließlich langärmlig & mit Kopfbedeckung in die Pilze. Da man sich auch manchmal ganz schön durchs Unterholz zwängen muss. So ist die Gefahr von Zecken, und Schürfwunden von Ästen geringer. Und immer schön die Augen offen halten, nicht nur nach unten, Richtung Boden. Wie oft bin ich noch in letzter Sekunde einem Netz entgangen?! Oder auch nicht, man konnte mich bestimmt kilometerweit kreischen hören. *lach

IMG_5957_FotorSchon wenn man den Wald betritt, merkt man ob es ein guter oder weniger guter Tag zum Pilze finden ist. Der Wald sollte „warm&feucht“ riechen. Dann liegt auch Pilzduft in der Luft.
Bitte sammelt nur ein, was ihr auch wirklich kennt. Oder schließt euch Jemand an, der sich auskennt. Die erste Regel des Pilze Sammelns lautet: Was man nicht eindeutig identifizieren kann, oder nicht kennt, bleibt Stehen! Wenn ihr dann essbare Lieblinge findet, geht bitte behutsam mit ihnen um. Entweder man schneidet sie knapp oberhalb des Waldbodens ab, oder dreht sie vorsichtig heraus. Pilze sind für den Haushalt der Natur von großer Bedeutung. Deshalb sollte man sie immer, auch die für uns ungenießbaren Sorten, mit Respekt behandeln.

IMG_5993_FotorIch gehe aber nicht nur alleine wegen dem, was im Korb landet. Pilze sammeln hat für mich fast etwas Meditatives. Das Gefühl mal wirklich alleine zu sein. Die Ruhe, die frische Luft, die gefederten Schritte auf dem Waldboden. Das bringt mich wieder ins Gleichgewicht, bei einer hektischen Welt der ständigen Erreichbarkeit. Deswegen habe ich diesen Blogpost bewusst unter Balance eingebaut. Und natürlich das Glücksgefühl wenn man einen großen, schönen, perfekten, wie aus dem Bilderbuch gemalten Steinpilz findet. Wenn man dann schneller war, als andere Pilzliebhaber. *zwinker

IMG_5534_FotorVerbraucht euer Gefundenes am Besten noch am selben Tag. Oder schneidet es in hauchdünne Scheiben und lasst es einfach auf einem Backpapier an der Luft trocknen. So oder so, ein Geschmackserlebnis!
Probiert es doch selbst mal aus! Es ist genau die richtige Zeit.
Waidmannsheil!

LOVEANDLIGHT
Eure Dani